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Qualität von Brennholz

Man könnte der Meinung sein, Holz ist Holz und soll nur brennen, da gibt es keine Unterschiede in der Qualität. Doch das stimmt nicht. Wir möchten Ihnen zeigen, wo Qualitätsunterschiede entstehen können und welche Maßnahmen wir ergreifen, um Ihnen erstklassiges Brennholz anzubieten.

Die Restfeuchte

Der Restfeuchtegehalt des Brennholzes ist ein wichtiger Parameter. Nicht nur, dass mit steigendem Feuchtegehalt die Nutzwärmemenge des Holzes sinkt, es können sich auch Ablagerungen im Schornstein bilden, die im schlimmsten Fall zum Schornsteinbrand führen können. Als brennbar gilt Holz mit einem Restfeuchtegehalt von 25%, wobei eher ein maximaler Gehalt von 20% empfohlen wird. Wichtig ist, dass die Restfeuchte im Kern des Scheits gemessen wird, da an der Kante bereits nach wenigen Wochen Lagerzeit der erforderliche Feuchtegehalt erreicht ist.

Wir messen regelmäßig den Feuchtegehalt unseres Holzes, um sicherzustellen, dass wir nur absolut trockenes Holz ausliefern. Hierfür wählen wird die dicksten Scheite, da diese am längsten zum Trocknen brauchen, spalten sie und messen mit einem professionellen Messgerät die Restfeuchte an drei verschiedenen Stellen im Kern. Nur wenn bei mehreren Scheiten alle Messpunkte eine Restfeuchte von unter 20% haben, liefern wir das Holz aus.

Die Zeit, die Holz braucht, um ausreichend getrocknet zu sein, kann man nicht pauschal angeben, da sie davon abhängt, wie das Holz trocknet. Holz, das lose aufgeschüttet unter einer Plane liegt, braucht natürlich deutlich länger zum Trocknen, als wenn es beispielsweise in Drahtkisten gelagert ist. Aus diesem Grund besitzen die oft angegebenen zwei Jahre Lagerzeit keine Aussagekraft, ob das Holz verheizt werden kann.

Die Scheitlänge

Eine homogene Scheitlänge hat verschiedene Vorteile. Zunächst einmal wirkt das Holz optisch ansprechender und lässt sich einfacher wegstapeln. Das Wichtigste ist jedoch, dass keine zu langen Scheite vorhanden sind, da diese eventuell nicht in den Brennraum passen und dann von Ihnen nochmals durchgesägt werden müssen.

Durch die Bauform unseres Sägespaltautomaten ist bei uns sichergestellt, dass alle Scheite die gleiche Länge haben. Und bei den Endstücken der Stämme, die in den seltensten Fällen das erforderliche Maß haben, schneiden wir ein Stück ab, so dass sich das richtige Maß ergibt. Das abgeschnittene Teilstück wird natürlich nicht entsorgt, sondern in eine gesonderte Sortierung gepackt, die Sie dann bei uns als Restholz kaufen können.

Die Stärke der Scheite

Eine unterschiedliche Stärke der Scheite lässt sich im Herstellprozess nicht verhindern und ist für Sie als Kunde sogar vorteilhaft. Mit kleinen Stücken kann das Feuer angefacht werden, während ein größeres Stück aufgelegt werden kann, wenn Sie sich eine Weile nicht um das Feuer kümmern möchten. Allerdings sollte die Stärke der Scheite nur in einem gewissen Maß variieren. Sie benötigen vermutlich deutlich weniger Holz zum Anfeuern, als um das Feuer in Gang zu halten. Auf der anderen Seite können zu starke Scheite nicht in den Brennraum passen oder sie verbrennen nicht optimal.

Bei unserer Produktion verwenden wir drei verschiedene Spaltmesser, die an den jeweiligen Durchmesser des Holzes angepasst sind. Zusätzlich wird die Position des Spaltmessers kontinuierlich so angepasst, dass es den Stamm möglichst in der Mitte spaltet. Das Ergebnis sind mehrheitlich gleichmäßig starke Scheite, wobei allerdings auch schwächere und stärkere Stücke vorkommen. Sollte doch einmal ein zu großes Stück den Spaltkanal verlassen, so wird es aussortiert und nochmal gespalten.

Die Sortenreinheit

Die unterschiedlichen Holzsorten, die wir anbieten, unterscheiden sich in ihrem Brennverhalten. Wenn Sie bei uns Holz bestellen wissen Sie entweder, was Sie benötigen oder Sie werden durch uns beraten, sodass wir das richtige Holz für Ihren Bedarf auswählen. Nun erwarten Sie selbstverständlich, dass Sie auch die Sorte in der Menge geliefert bekommen, die Sie bestellt und bezahlt haben. Dies können wir dadurch sicherstellen, dass wir das Holz bei uns sortenrein lagern.

Aufgrund der Arbeitsprozesse im Forst kann es vorkommen, dass das Holz bei uns nicht sortenrein im Betrieb ankommt. Größere Mengen werden in der Produktion einer gesonderten Sortierung zugeführt. Kleinere Mengen laufen mit durch wobei wir streng darauf achten, dass das Holz die gleichen Brenneigenschaften wie das restliche Holz hat. Sollten Sie also in Ihrer Lieferung Holzscheite entdecken, die sich optisch von der restlichen Lieferung abheben so können Sie sicher sein, dass dies keine Nachteile im Brennverhalten liefert.

Die Liefermenge

Bei Holz als Schüttgut ist es schwierig, die richtige Liefermenge zu bestimmen. Für Sie als Kunde gilt die Faustregel, dass ein Schüttraummeter Holz weggestapelt ungefähr 0,65 Kubikmeter ergeben muss. Dies ist ein grober Richtwert, der allerdings von Ihren Fertigkeiten beim Stapeln und von der Beschaffenheit des Holzes abhängt. Wir stellen die richtige Liefermenge durch unsere Lagertechnik in Drahtkisten sicher. Durch lange Erfahrung wissen wir sehr genau, welche Menge Holz eine Kiste fasst und können dadurch die passende Menge ableiten. Da das Holz direkt aus der Kiste verladen wird sind wir uns so sicher, dass sie die Menge erhalten, die Sie bestellt haben.

Die Spreißelmenge

Wie bereits erwähnt, kann kleines Holz sehr praktisch beim Anfeuern sein. Allerdings wird hier nur eine begrenzte Menge benötigt. Deshalb ist es nachteilig, wenn Sie nach dem Wegstapeln Ihrer Holzlieferung noch Schubkarrenweise kleines Bruchholz (sogenannte Spreißel) und sonstigen Dreck entsorgen müssen. Wir legen höchsten Wert darauf, dass das an Sie gelieferte Holz die höchste Sauberkeit besitzt. Bereits durch die richtige Auswahl des Spaltkreuzes lässt sich die entstehende Spreißelmenge deutlich reduzieren. Direkt nach dem Spalten durchläuft das Holz bis zu drei Siebstufen, die den Großteil des restlichen Bruchholzes aussortieren. Zudem achtet auch der Maschinenführer auf die Qualität des produzierten Brennholzes und sortiert gegebenenfalls auch von Hand aus. In den Lagerkisten ist das Holz abgedeckt, sodass kein Laub oder ähnliches in das Brennholz gelangen kann.

Sollte das Brennholz in die Trocknung gehen, so wird es nach dem Trocknungsprozess nochmals über eine Siebstrecke geführt, die abgefallene Borke und sonstige Bestandteile größtenteils aussortiert.

Die Herkunft des Holzes

Holz ist ein ökologischer Brennstoff, da bei der Verbrennung nur die Menge Kohlendioxid freigesetzt wird, die der Baum beim Wachsen aufgenommen hat. Allerdings wird die Ökobilanz stark verschlechtert, wenn das Holz nicht aus nachhaltiger Forstwirtschaft kommt oder mit langen Transportwegen belastet ist. Wir erhalten regelmäßig Angebote, in großen Mengen fertiges Brennholz zweifelhafter Herkunft zu einem sehr geringen Preis aus Osteuropa zu kaufen. Diese Angebote lehnen wir durchweg ab.

Wir kaufen unser Holz ausschließlich direkt bei Forstämtern in der Region. Zum einen stellen wir dadurch sicher, dass das Holz aus einem kontrollierten Anbau nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, zum anderen wird das Holz nur über eine relativ kurze Strecke transportiert, wodurch der Kohlendioxidausstoß beim Transport gering gehalten wird.